Berliner Netzwerke für Bleiberecht

Angebote

Berufliche Qualifizierung, Fortbildung und Lobbyarbeit

Leitung und AnsprechpartnerInnen

Marek Ikawy, Dr. Gerlinde Aumann

Beschreibung der Netzwerke

Im Zuge der Bleiberechtsregelung haben viele Menschen, die langjährig als "Geduldete" in Deutschland gelebt haben, eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten. Diesen Status können sie nur sichern, indem sie eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen. In den drei Berliner Netzwerken für Bleiberecht kooperieren Organisationen, um Migrantinnen und Migranten bei der Suche nach einer Arbeitsstelle zu unterstützen. Wir helfen Menschen die Arbeit suchen mit Beratung, Coaching und individuellen Zusatzqualifikationen. Arbeitgeber/innen, Unternehmerverbände und Kammern, welche die Arbeitssuche oder Arbeitsvermittlung für bleibeberechtigte Flüchtlinge unterstützen möchten, finden bei "bridge" die richtigen Ansprechpartner. Alle Akteure kooperieren eng mit den zuständigen JobCentern und Arbeitsagenturen und leisten außerdem Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, um die Beschäftigung und Integration von bleibeberechtigten Menschen in Berlin zu erreichen. Durch Informationsarbeit, Sensibilisierung und Mediation sollen Betriebe dafür gewonnen werden, Bleibeberechtigte auszubilden oder dauerhaft zu beschäftigen.

Jedes der drei Netzwerke ist auf bestimmte Branchen spezialisiert. Der Verein "Arbeit und Bildung e.V." koordiniert das Netzwerk für Gaststätten- und Hotelgewerbe, Handel und Tourismus; die Kombi Consult GmbH koordiniert den Gewerblich-technischen Bereich, Immobilienwirtschaft, Handwerk und Kaufmännisches. Das zfm im Zentrum ÜBERLEBEN koordiniert das Netzwerk "Dienstleistung, Pflege und Selbstständigkeit".

Alle Aktivitäten werden in einer Steuerungsgruppe der Koordinatoren abgestimmt, die vom Büro des Integrationsbeauftragten von Berlin koordiniert wird.

Die Arbeit des zfm

Das zfm hat die Koordination des Netzwerks "Dienstleistung, Pflege und Selbstständigkeit" übernommen und ist in dieser Funktion Mitglied in der Steuerungsrunde. Innerhalb dieses Netzwerks bietet das zfm Beratung und Vermittlung von Arbeitsuchenden im pflegerischen, hauswirtschaftlichen und kaufmännischen Bereich an. Die Aufnahme einer Tätigkeit begleiten wir durch Coaching, Mediation bei Arbeitgebern und die Förderung individueller Zusatzqualifikationen. Unsere Vermittlungsbemühungen zielen auch auf geförderte Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt ab. Interessenten werden durch ein Bewerbungstraining auf die Arbeitsuche vorbereitet und bei der Stellensuche unterstützt. Teilnehmer, die eine Tätigkeit im Bereich Kranken- oder Altenpflege anstreben, können eine Maßnahme zum/zur Pflegehelfer/in oder zur Betreuungsassistentin bzw. zum Betreuungsassistenten absolvieren. Dieses Angebot ist Berufsvorbereitung und Qualifizierung für die Tätigkeit der Pflegeassistenten. Es ist auch –beim Vorliegen entsprechender Voraussetzungen- Vorbereitung für das Aufnahmeprocedere für die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (s. auch Projektbeschreibung Junge Migranten/innen)

 

Partner im Netzwerk des zfm

Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge / MigrantInnen (BBZ)
"büro für arbeitundausbildung"
Gesellschaft für Urbane Wirtschaft, Beschäftigung und Integration e.V. (GUWBI e.V.)

Finanzierung

ESF-Programm Xenos, BMAS

Laufzeit bis Oktober 2010