Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS II)

Angebote

Psychotherapie, Beratung, Fortbildung und Lobbyarbeit

Leitung und Ansprechpartner/innen und
Fachstelle für Minderjährige und allgemeine Asylberatung

Nadja Saborowski (Juristin, Projektkoordination)
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Sven Veigel (Dipl.-Geograph, Projektkoordination)
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(030) 30 39 06 -54

Fachstelle für Überlebende extremer Gewalt

Dr. Gerlinde Aumann
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(030) 30 39 06 -57

Projektbeschreibung

Das Modellvorhaben „Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge" möchte in Umsetzung der EU-Aufnahmerichtlinie die medizinische und sonstige Versorgung von schutzbedürftigen Flüchtlingen sicherstellen.

Nach der Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylbewerbern haben die Mitgliedsstaaten bezüglich der materiellen Aufnahmebedingungen sowie der medizinische Versorgung die spezielle Situation von besonders schutzbedürftigen Personen zu berücksichtigen. Zu diesem Personenkreis zählen Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, Behinderte, ältere Menschen, Schwangere, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern und Personen, die Folter, Vergewaltigung, oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben.

Das „Berliner Netzwerk" hat ein mehrstufiges Verfahren zur Ermittlung, Feststellung und Versorgung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge entwickelt, dass seit dem 1.Oktober 2009 Anwendung findet und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Das Vorliegen der Schutzbedürftigkeit und der Hilfebedarf werden von sechs Fachstellen überprüft, deren Zuständigkeit sich nach ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkten richtet.

Von besonderer Bedeutung für das Netzwerk ist die enge Kooperation von staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen, da die Versorgung vulnerabler Flüchtlingsgruppen nur im Einvernehmen mit den politischen Entscheidungsträgern und Leistungsstellen sichergestellt werden kann.

Das Berliner Netzwerk hat Modellcharakter für eine bundesweite Umsetzung der EU-Richtlinien und ist daher Partnerschaften mit psychosozialen Zentren aus anderen Bundesländern eingegangen. Synergieeffekte entstehen vor allem in Zusammenarbeit mit dem Projekt Kooperation für Flüchtlinge in Brandenburg (KFB). Dieses hat sich nach dem Vorbild des Berliner Modells gegründet und setzt sich für eine Ermittlung und Versorgung der Zielgruppe im Land Brandenburg ein.

Das Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste im Zentrum ÜBERLEBEN koordiniert das Gesamtprojekt und ist Fachstelle für traumatisierte Flüchtlinge mit extremen Gewalterfahrungen sowie Fachstelle für minderjährige Flüchtlinge.

Partner

AWO Berlin
Erstaufnahmeeinrichtung für Erwachsene und Familien
www.awoberlin.de

XENION
Fachstelle für minderjährige Flüchtlinge
Fachstelle für Überlebende extremer Gewalt
www.xenion.org

Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e. V.
Fachstelle für alleinerziehende Frauen mit minderjährigen Kindern und Schwangere
www.kub-berlin.org

Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BSZL)
Fachstelle für Flüchtlinge mit Behinderung
www.bzsl.de

Finanzierung und Laufzeit

Das Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS II) läuft von
16. November 2011 bis 15. Dezember 2014.

Das Modellvorhaben wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Flüchtlingsfonds, der UNO-Flüchtlingshilfe und des Senats von Berlin.

Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS I)

Zur Projektbeschreibung des Vorläuferprojekts zu BNS I, Laufzeit 16.12.2008 – 15.12.2011, gelangen Sie hier...

Materialien

Fortschrittsbericht des Berliner Netzwerks für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (PDF)