Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Angebote

Psychotherapie, Beratung, Fortbildung und Lobbyarbeit

Leitung und Ansprechpartner/innen

Joachim Rüffer (Leitung)

Nadine Esmat (Projektkoordination)
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(030) 30 39 06 -54

Marek Ikawy (Sozialarbeit)
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(030) 30 39 06 -56

Noemi Majer (Projektkoordination/ Beratung)
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(030) 30 39 06 -54

Karsten Feick (Sekretariat)
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(030) 30 39 06 -52/-53

Projektbeschreibung

Das Modellvorhaben „Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge“ will sowohl die medizinische als auch die materielle Versorgung von schutzbedürftigen Flüchtlingen sicherstellen. Dabei stützt sich das Vorhaben auf die EU-Richtlinien, die Mindeststandards im Umgang mit vulnerablen Flüchtlingen festlegen. Als besonders schutzbedürftig gelten demnach Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, Behinderte, ältere Menschen, Schwangere, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern und Personen, die Folter, Vergewaltigung, oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben.

Diese Menschen erfahren bislang oft nur unzureichend oder erst nach Jahren Unterstützung. Die Netzwerkpartner arbeiten in einem mehrstufigen Verfahren, um Vulnerabilität frühzeitig erkennen, feststellen und die dadurch entstehenden Bedarfe abdecken zu können. Das Vorliegen der Schutzbedürftigkeit und der Bedarf an Hilfemaßnahmen werden von fünf Fachstellen überprüft, deren Zuständigkeit sich nach ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkten richtet.

Von besonderer Bedeutung für das Netzwerk ist die enge Kooperation von staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen, da die Versorgung der vulnerablen Flüchtlingsgruppen nur im Einvernehmen mit den politischen Entscheidungsträgern und Leistungsstellen sichergestellt werden kann.

Das Netzwerk soll Modellcharakter für eine bundesweite Umsetzung der EU - Richtlinien haben.

Das Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste im Zentrum ÜBERLEBEN koordiniert das Gesamtprojekt und ist Fachstelle für Flüchtlinge mit extremen Gewalterfahrungen sowie Fachstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Partner

AWO Berlin
Erstaufnahmeeinrichtung für Erwachsene und Familien
Fachstelle für alleinerziehende Frauen mit minderjährigen Kindern
und Schwangeren des AWO KV Berlin-Mitte
www.awoberlin.de

XENION
Fachstelle für minderjährige Flüchtlinge
Fachstelle für Überlebende extremer Gewalt
www.xenion.org

Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BSZL)
Fachstelle für Flüchtlinge mit Behinderung
www.bzsl.de

Refugium im Paul-Gerhardt-Stift
Fachstelle für alte Flüchtlinge
www.paulgerhardtstift.de

Finanzierung

Das Modellvorhaben wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Flüchtlingsfonds, der UNO-Flüchtlingshilfe, der Lottostiftung Berlin und des Senats von Berlin.

Laufzeit 16.12.2008 – 15.12.2011

Materialien

Beschreibung des Modellprojekts (.pdf), EU-Aufnahmerichtlinien (.pdf)

Rechtsgutachten zu EU-Aufnahmerichtlinien von Rechtsanwältin Anna Golze (Zusf. .pdf)

Rechtsgutachten hinsichtl. erhöhter Leistungen f. besonders schutzbedürftige Flüchtlinge im Auftrag des ZFM Berlin im BZFO Berlin (.pdf)

BNS-Seminar vom 18.06. 2010 (.pdf)