PROTECT

Process of Recognation and Orientation
of Torture Victims in European Countries to facilitate Care and Treatment

Angebote

Transnationale und wissenschaftliche Projekte, Fortbildung und Lobbyarbeit

Leitung und Ansprechpartner

Joachim Rüffer (Projektkoordination)

Dr. Boris Friele (Psychologe)

Projektbeschreibung

PROTECT soll zur Verbesserung der Erkennung und Versorgung von Flüchtlingen in der EU beitragen, die Opfer von Folter oder anderen Formen gravierender psychischer, sexueller oder physischer Gewalt geworden sind. Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht zum einen die Erarbeitung eines Instruments zur frühzeitigen Erkennung dieser besonders schutzbedürftigen Asylsuchenden (early recognition tool). Zum anderen soll ein Verfahren für die Praxis entwickelt werden, mit dem sichergestellt wird, dass die Betroffenen Versorgung und Behandlung bekommen.

Die Arbeitsergebnisse werden in sieben europäische Sprachen übersetzt (Englisch, Französisch, Deutsch, Holländisch, Ungarisch, Bulgarisch und Spanisch) und sollen unabhängig von nationalen Besonderheiten in allen Mitgliedsstaaten verwendet werden können. Damit soll den Forderungen der EU-Aufnahmerichtlinie für Asylsuchende von 2003 Rechnung getragen und deren praktische Umsetzung vorangetrieben werden.

Um die Eckpunkte eines Prozesses der frühen Identifikation zu entwickeln, sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen:

  • Analyse des Stands der Umsetzung der Aufnahmerichtlinie und der Identifikation von Folteropfern in den Mitgliedsstaaten
  • Erarbeitung eines Instruments zur frühen Identifikation der Zielgruppe
  • Erarbeitung eines Prozederes zur frühen Identifikation der Zielgruppe
  • Erarbeitung eines Trainingshandbuchs für die Erkennung von Symptomen und Folgen von Folter und/oder gravierender physischer, sexueller und/oder psychologischer Gewalt sowie deren Auswirkungen während der Statusfeststellung
  • Kommentierung der Instrumente und Dokumente mit Erklärungen zu den Gründen und Verfahren für deren Erarbeitung sowie Erläuterungen zu den Ansprüchen an Unparteilichkeit und Gebrauchswert


Die entwickelten Arbeitsinstrumente sollen es allen Professionellen, die mit Asylsuchenden zu tun haben, erleichtern, Opfer von Folter und Gewalt frühzeitig erkennen zu können und zu einer besseren Versorgung der Zielgruppe beitragen.

Projektpartner

Parcours d’Exil (Frankreich, Antragsteller)
Pharos (Niederlande)
CORDELIA (Ungarn)
ACET (Bulgarien)
France Terre d'Asile (Frankreich)
international network IRCT (Dänemark, assoziierter Partner)

Finanzierung

Europäischer Flüchtlingsfonds (EFF) (European Refugee Fund Community Actions 2009)

Laufzeit

01.07. 2010 - 31.12. 2011