PROTECT-ABLE

Process of Recognition of and Orientation for Torture Victims in European Countries to facilitate Care and Treatment - raising Awareness, changing Behaviour, providing Learning Opportunities and building on Experience

Angebote

Transnationale und wissenschaftliche Projekte, Fortbildung und Lobbyarbeit

Leitung und Ansprechpartner/innen

Nadja Saborowski (Juristin, Projektkoordination)
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(030) 30 39 06 -54

Dr. Boris Friele (Psychologe)
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(030) 30 39 06 -33

Projektbeschreibung

Mit PROTECT-ABLE wird die Arbeit des transnationalen Projekts PROTECT aus den Jahren 2010 bis 2012 fortgesetzt. Der im Vorläuferprojekt entwickelte PROTECT-Questionnaire ist ein Kurzfragebogen zur Identifikation von Flüchtlingen, die möglicherweise unter einer psychischen Krankheit in der Folge von traumatischen Erfahrungen leiden. Im laufenden Projekt PROTECT-ABLE soll dieses Instrument bekannt gemacht und in die Praxis der Aufnahme von Asylbewerber/innen in den Mitgliedstaaten der EU etabliert werden.

Damit soll den Forderungen der Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27.01.2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylbewerber/innen in den Mitgliedstaaten Rechnung getragen und deren praktische Umsetzung vorangetrieben werden. Insbesondere in den Artikeln 17 und 20 der Richtlinie ist festgeschrieben, dass die Bedürfnisse besonders schutzbedürftiger Personen, darunter Menschen, die schwere Formen von Gewalt erlitten haben, besonders berücksichtigt werden müssen. Sie haben ein Recht auf angepasste materielle Aufnahmebedingungen und medizinische bzw. psychologische Behandlung.

Dies setzt freilich voraus, dass die Betroffenen erkannt, für ihre Situation sensibilisiert und über ihre Rechte aufgeklärt werden. Vor diesem Hintergrund wurde der PROTECT-Frageboben als pragmatisch gehaltenes Screening-Instrument konzipiert, um Routinen der Früherkennung leichter in die Beratungspraxis integrieren zu können.

Information, Fortbildung und Schulung

- Angebote an Kooperationspartner -

PROTECT-ABLE verfolgt das Ziel, mit dem PROTECT-Fragebogen (Download im Infokasten rechts) die  systematische Früherkennung psychisch traumatisierter Flüchtlinge im Asylverfahren zu verbessern.

Wir bieten kostenfreie Informationveranstaltungen, Fortbildungen und Schulungen zum Einsatz des PROTECT-Fragebogens und zum juristischen wie psychologischen Kontext der Früherkennung traumatisierter Asylbewerber/innen an. In Verbindung mit unseren regionalen Projekten Berliner Netzwerk für schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS II) und Kooperation für Flüchtlinge in Brandenburg (KFB) streben wir Kooperationen an, um Verfahren und Routinen zur umfassenden Früherkennung schutzbedürftiger Flüchtlinge in der Praxis zu etablieren und zu evaluieren.

Im Rahmen von PROTECT-ABLE sollen auch Daten zur Verbreitung psychischer Traumatisierung unter Flüchtlingen gesammelt werden, um weitere Informationen über den Versorgungsbedarf zu erhalten und für Lobby-Arbeit nutzen zu können.

Finanzierung und Laufzeit

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Europäischer Flüchtlingsfonds (ERF)
European Refugee Fund Community Actions 2011

Das Projekt läuft von 1. September 2012 bis 28. Februar 2014.